Bis zum 6. Januar 2021 finden Sie hier die Geschichten.

Digitaler Adventskalender mit 24 vorgelesenden Geschichten
aus dem Buch "Der Kinder-Adventskalender" (Bitte anklicken!)

Wissenswertes zu den Geschichten!

Für Klein und Groß, für Jung & Alt!

Viel Spaß beim Weiterentdecken und Nachlesen!

 

Zum Aufklappen der Elemente bitte das "+"-Zeichen anklicken!

1. Dezember: „Ein Kerzengespräch“
Woher kommt der Adventskranz?

Der Adventskranz wurde 1833 in Hamburg von Johann Hinrich Wichern erfunden. Er war Pfarrer und kümmerte sich um obdachlose Kinder, gab ihnen Wohnung, Kleidung, zu essen und eine Ausbildung.
Die Idee zum Adventskranz kam ihm im Advent 1833. Ursprünglich hatte der Adventskranz nicht nur 4, sondern 24 Kerzen. Johann Hinrich Wichern überlegte sich, wie er den Kindern mit vielen Kerzen eine besondere Freude machen und die Zeit bis Weihnachten spannend machen könnte – und so entstand der erste Adventskranz.
Jeden Tag wurde eine Kerze mehr entzündet. An Heiligabend brannten dann 24 Kerzen. Später hat man die Adventskränze nur noch mit 4 Kerzen gemacht – für jeden Sonntag eine –, damit so ein Adventskranz auch auf jeden Tisch passt.

> https://cms.vivat.de/themenwelten/jahreskreis/advent/adventskranz-ursprung.html 

> https://www.helles-koepfchen.de/adventskranz-woher-kommt-der-brauch.html

> https://www.religionen-entdecken.de/eure_fragen/wer-hat-den-adventskranz-erfunden

> https://www.ndr.de/geschichte/Adventskranz-Warum-Theologe-Wichern-zum-Erfinder-wurde,adventskranz1289.html

2. Dezember: "Die Glaskugel"
Die Bedeutung des Wichtelns.

Einander Freude bereiten und Gutes tun - ein Ausdruck im Advent dafür ist das Wichteln.

Wichteln kann man in der Familie, im Freundeskreis, in der Schulklasse oder an der Arbeitsstelle. Man zieht ein Los mit einem Namen darauf.
Die Aufgabe besteht darin, täglich oder alle paar Tage dem Gelosten eine Freude zu bereiten, ohne dass dieser raten kann, wer ihn beschenkt oder ihm Gutes tut.
Irgendwann, meist an Heiligabend, wird dann das Geheimnis gelüftet.

Die dahinterstehende Bedeutung:

1) Der Sinn des Schenkens am Weihnachtsfest wird am häufigsten mit der Geburt Jesu Christi erklärt. Weihnachten kann in diesem Sinne als Geschenk Gottes an die Welt verstanden werden. Gott schenkt uns seine Liebe, indem er einer von uns wird. Die Geschenke stehen symbolisch für diese Tat Gottes.

2) Aus der Weihnachtsgeschichte heraus kann das Schenken auch anders gedeutet werden. Das Jesuskind wird von den Weisen aus dem Morgenland mit Gaben beschenkt. Auch in der heutigen Zeit wollen wir dem Jesuskind etwas schenken. Da dies aber nicht möglich ist, geben wir stattdessen etwas an Menschen in Not und Kinder.

Das Wichtelspiel kann man auch in der Familie im Advent spielen.

Nicht mit Geschenken, sondern, indem man einander mit kleinen Dingen oder Hilfeleistungen eine Freude macht. Jede Woche werden die Zettel neu gezogen und am Ende der Woche wird verraten, wer wessen Wichtel war.

Weitere Informationen: https://www.brauchwiki.de/wichteln/

3. Dezember: "Eine Magd erzählt von Katharina von Alexandria"
Der Gedenktag der Katharina.

Der 25. November ist der Todestag und darum auch der Gedenktag für Katharina.
Sie lebte im Jahr 300 n. Chr., also etwa 1700 Jahren vor unserer Zeit. Früher hat an diesem Tag die Adventszeit begonnen, nachdem man die Fastenzeit von 8 auf 6 Wochen verkürzt hatte.

Am "Kathrein-Tag" endete früher die Zeit des Viehs auf der freien Weide und begann die Schafschur. Mägde und Knechte bekamen ihren Lohn ausbezahlt. Das Katharinen-Kloster auf dem Berg Sinai ist nach ihr benannt.

Weitere Informationen:
https://www.donaukurier.de/lokales/schrobenhausen/Die-Eine-Heilige-weist-den-Weg-zum-Advent;art603,3294579

"Kathrinchen"-Gebäck (Pfeffer-Lebkuchen)

Man hat auch ein Gebäck zur Erinnerung an Katharina hergestellt und hat dieses Gebäck „Katharinchen“/“Kathrinchen“ genannt. Es sieht aus wie kleine Lebkuchenfrauen und erinnert daran, dass sie eine so mutige, schöne und fröhliche Frau war.

Gestaltungsidee:

Aus einem Lebkuchenteig könnt ihr Katharinchen/Kathrinchen backen
(Ausstecher in Form von Lebkuchenfrauen).
https://cafeschoenleben.de/thorner-kathrinchen-ein-mannerfeindliches-traditionsgeback/

4. Dezember: "Eine Kirschblüte feiert Weihnachten"
Wissenswertes zum Barbara-Tag und dem Kirschblütenzweig

Den heutigen 4. Dezember nennt man auch Barbara-Tag. Er ist eine Erinnerung an das Mädchen Barbara. Sie lebte vor etwa 1700 Jahren. Weil sie sich gegen den Willen ihres Vaters taufen ließ, wurde der Vater so böse, dass er sie in einen Turm einsperren ließ.
Er wollte, dass sie sich dort besinnen und sich von ihrem Glauben an Jesus wieder abwenden sollte. Auf dem Weg in ihr Turm-Gefängnis, verfing sich ein Kirschzweig in ihrem Kleid. Diesen Zweig stellte sie in einen Becher mit Wasser. Er blühte genau an dem Tag auf, als sie zum Tode verurteilt wurde. Der blühende Zweig ist ein Zeichen für neues Leben und darum auch für die Auferstehung von Jesus.

weitere Informationen:
https://cms.vivat.de/themenwelten/jahreskreis/advent/heilige-barbara.html

Gestaltungsidee:

Für diesen Tag gibt es einen besonderen Brauch:
Geht in den Garten und schneidet Zweige von Forsythien oder einem Kirsch- oder Apfelbaum ab. Stellt diese dann in der Wohnung in eine mit Wasser gefüllte Vase.
Am 24. Dezember blüht dann auch bei euch eine kleine Kirschblüte und freut sich mit über das Fest von Jesus: über seine Geburt und über seine Auferstehung.

5. Dezember: "Die Strafe"
Wissenswertes zum Knecht Ruprecht

Heute ist der Vorabend des Nikolaustages. Der bekannteste Begleiter des Nikolaus ist heute noch in manchen Landstrichen Knecht Ruprecht. In manchen Gegenden hat er die Rolle des Anklägers, Angstmachers und Bestrafers der Kinder.
Hinter diesem Brauch verbirgt sich ein tieferer Sinn, indem Knecht Ruprecht den Verkläger oder auch das schlechte Gewissen symbolisiert und Nikolaus den Christus. Nikolaus war somit die Verkörperung der guten Mächte, der wie Christus Vergebung und Barmherzigkeit schenkt.
(Die Geschichte ist eine Anlehnung an Römer 8, 31-34.)

6. Dezember: "Christopher und der Nikolaus"
Wissenswertes über den Nikolaus

Nikolaus war Bischof in Myra im Jahr 300 nach Christus.
Die Geschichte geht auf eine wahre Begebenheit zurück. Der 6. Dezember ist der Todestag von Bischof Nikolaus. Darum ist dieser Tag ein besonderer Gedenktag an ihn. Er war sehr beliebt und bekannt für seinen Einsatz für die Armen und für seine Liebe zu den Kindern. Deswegen hat man aus dem 6. Dezember ein Fest für Kinder gemacht.
Bischof heißt auch „Aufseher“. Das lateinische Wort dafür ist „spekulator“. Deswegen ist der Spekulatius das ursprüngliche, echte Nikolaus-Gebäck.
Früher hat man die Spekulatien mit Bildern geschmückt, auf denen man sehen konnte, wie der Bischof Nikolaus den Menschen seiner Stadt geholfen hat.

Weitere Informationen:
https://cms.vivat.de/themenwelten/jahreskreis/nikolaus/nikolaus-geschichte.html

7. Dezember: "Der König kommt"
Wissenswertes zum Advent

Woher kommt der Name »Advent«?

Der Name »Advent« kommt vom lateinischen »adventus«, was mit »Ankunft« übersetzt wird. Diese meint die Ankunft Jesu Christi. Deshalb bereiten sich die Christen in dieser Zeit auf das Hochfest der Geburt des Jesus von Nazareth, die Menschwerdung Gottes, vor: auf Weihnachten.
Dem Weihnachtsfest gehen vier Adventssonntage voraus und mit dem ersten Adventssonntag beginnt zugleich das neue Kirchenjahr. Der Advent erinnert in einem zweiten starken Akzent auch an die Erwartung der Wiederkunft Jesu Christi.
Für den zweiten Advent: "Jesus kommt als Erlöser" denken wir also an das zweite Kommen Jesu am Ende der Zeit.

So wie sich Egor vorbereiten möchte auf die Ankunft des Königs, so sollen auch wir Menschen uns vorbereiten, wenn Jesus wieder kommt. So wie der König in der Geschichte, lässt uns Jesus nicht allein, sondern möchte uns sehr gerne im Alltag helfen, unser Leben in Ordnung zu bringen.

Weitere Informationen: https://cms.vivat.de/themenwelten/jahreskreis/advent/index.html

8. Dezember: "Eine besondere Begegnung"
Wissenwertes zu Marias Erwählung

Fest der Erwählung Marias:
Am heutigen 8. Dezember wird in vielen Gegenden an Maria und ihre Begegnung mit dem Engel Gabriel gedacht. Maria, die Mutter von Jesus, war von Gott auserwählt, Jesus in sich zu tragen und zur Welt zu bringen.

Seit 1476 ist der 8. Dezember in der katholischen Kirche ein offizieller Gedenktag für Maria, die wohl an diesem Tag gezeugt wurde und neun Monate später am 8. September zur Welt kam. In Spanien ist dieser Tag ein hoher Feiertag. Die Menschen schmücken dort ihre Häuser schön und stellen am Abend eine Kerze ins Fenster.

Weitere Informationen: https://cms.vivat.de/themenwelten/jahreskreis/marienfeste/maria-empfaengnis.html

9. Dezember: "Wut im Bauch"
Einladung: An wen kann ich mich bei Sorgen wenden?

Zum Nachdenken:

Wo habe ich Wut im Bauch und was belastet mich?
Wo kann ich wie Erik mit Jesus oder jemand anderem reden?
Wo kann ich mit Jesu Hilfe wieder neu anfangen?

Wenn Du mit jemanden reden möchtest, darfst Du gerne anrufen…

Hier findest Du weitere Informationen:

1) "Offenes Ohr": https://offenesohr.net/ oder: https://www.forum-neue-wege.de/website/de/forum-neue-wege/seelsorge_netzwerk, 0151-59 100 532; E-Mail: offenes.ohr@web.de
2) Bildungsinitiative für Seelsorge und Lebensberatung (Damit Leben besser gelingt...): https://www.bildungsinitiative.net/
3) ERF Online-Seelorge: https://seelsorge.erf.de/
4) Chris - das christliche Sorgentelefon für kids und teens: https://www.chris-sorgentelefon.de/
5) Familienportal: Anlaufstelle in Notlagen: familienportal.de/familienportal/lebenslagen/krise-und-konflikt/krisetelefone-anlaufstellen

Gerne auch bei Diakon Jochen Baral: 0177-5427409, Email bitte anklicken.

10. Dezember: "Die Diener des Grafen"
Wissenswertes über Jesu Wiederkunft

Jesus erzählte damals, als er vor 2000 Jahren auf unserer Erde gelebt hat, in verschiedenen Geschichten, dass er weggehen („zu seinem Vater in den Himmel“) und dann einmal wiederkommen werde.

Die Adventszeit ist die Zeit des Wartens.
Wir warten auf das zweite Kommen Jesu. Er wird wiederkommen als der herrliche König und wird sich über jeden freuen, der auf ihn gewartet hat.

Die Wiederkunft Christi ist Teil der großen Hoffnung, die Christinnen und Christen für die Menschen und für die Welt haben: Wenn Jesus Christus wiederkommt, wird er Gottes Reich vollenden, Erde und Himmel werden neu werden. Er wird über alle Menschen richten und damit alles Böse vernichten und die Menschen und die ganze Welt erlösen. Dann wird die Welt endgültig so sein, wie Gott sie gewollt hat.

Die Wiederkunft Christi wird in der Bibel zum Beispiel in Mt 24 beschrieben. Dort heißt es, dass die Menschen den „Menschensohn“ sehen werden, kommend „auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit“ (Mt 24,30). Das griechische Wort für Wiederkunft Christi ist parousia, deswegen wird die Wiederkunft Christi auch Parusie genannt. Mit diesem Wort wurde in der Antike die Ankunft eines Herrschers in seinem Reich bezeichnet. Herrscher wurden in der Antike oft wie Götter verehrt. Die Christen haben diesen Begriff aufgenommen, da für sie Jesus Christus der wahre Herrscher ist.

Aus der Bibel zitiert:

Jesus versprach seinen Jüngern, daß er wiederkommen wird.
> Die Bibel sagt in Johannes 14, 1-3: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wieder kommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.“

> Die Engel versprachen, daß Jesus wiederkommen wird.
Die Bibel sagt in Apostelgeschichte 1, 10-11: „Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: ‚Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen‘.“

Weitere Informationen:
> dailyverses.net/de/wiederkunft
> https://www.ekd.de/Wiederkunft-Christi-11285.htm

11. Dezember: "Maria und Elisabeth"
Nachlesen wie es damals war...

Die Erzählung über Jesu Geburt, die Vorgeschichte und wie Jesus dann gelebt hat, findet man in der Bibel im Neuen Testament, im Evangelium nach Lukas.

Maria besucht Elisabeth (Lukasevangelium 1, 39ff)

39 Bald danach machte sich Maria auf den Weg und eilte zu einer Stadt im Bergland von Judäa. 40 Dort ging sie in das Haus von Zacharias und begrüßte Elisabeth.
41 Als Elisabeth ihren Gruß hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde sie vom Geist Gottes erfüllt 42 und rief laut: »Gesegnet bist du von Gott, auserwählt unter allen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! 43 Wie komme ich zu der Ehre, dass die Mutter meines Herrn mich besucht? 44 Ja, das bist du; denn in dem Augenblick, als dein Gruß an mein Ohr drang, machte das Kind einen Freudensprung in meinem Leib. 45 Du darfst dich freuen, denn du hast geglaubt, dass sich erfüllen wird, was der Herr dir ankündigen ließ...

12. Dezember: "Maus Mimi erzählt von Weihnachten"
Wissenwertes über das erste Krippenspiel mit Tieren
(Franz von Assisi)

Der 12. Dezember hat tatsächlich auch etwas mit Tieren zu tun.
Er ist der Gedenktag an Franz von Assisi (auch der 4. Oktober).
Franz von Assisi liebte Tiere. Er unterhielt sich auch mit ihnen.
An einem Weihnachtsfest hat er mit lebendigen Tieren eine Krippe im Wald aufgebaut. Da waren Ochs und Esel, Schafe mit ihren Hirten und dann natürlich auch Maria und Josef und ein echtes Baby. An dieser Krippe hat Franz von Assisi gepredigt und einen Weihnachtsgottesdienst mit seiner Gemeinde gefeiert. Das alles ist nun schon fast 800 Jahre her.

Weitere Informationen:
cms.vivat.de/themenwelten/jahreskreis/weihnachten/woher-stammt-der-brauch-der-weihnachtskrippe.html

13. Dezember: "Das Lucia-Fest"
Wissenwertes über Lucia

Lucia lebte vor 1700 Jahren in Syrakus als Kind reicher Eltern. Sie widmete ihr Leben ganz der Gemeinschaft mit Gott und verschenkte alles, was sie hatte.
Christsein war zur damaligen Zeit verboten. Deswegen sollte sie bestraft werden. Doch selbst ein Feuer, das man um sie herum angezündet hatte, konnte ihr nichts antun. Später wurde sie dann mit dem Schwert getötet. Aber Lucia hat noch im Sterben für ihre Mörder gebetet – so wie Jesus am Kreuz auch.
Viele Leute haben durch Lucia zum Glauben gefunden. Deswegen wird bis heute am 13. Dezember an sie gedacht. Seitdem werden Kerzen angezündet, die an Lucia erinnern sollen. Das Lucia-Fest wird vor allem in Skandinavien gefeiert.

Weitere Informationen:
https://cms.vivat.de/themenwelten/jahreskreis/advent/heilige-lucia.html

 

14. Dezember: "Unser Farbenbuch"
Wisseswertes zum "wortlosen Büchlein"

Gestaltungsidee:
Möchtet ihr euch ein solches Farbenbuch basteln?
Am besten beklebt ihr einen Karton mit goldenem Glanzpapier und kauft euch Tonpapier in den verschiedenen Farben. Die Seiten könnt ihr dann lochen und mit einer Kordel verbinden oder mit einem Tesafilm zusammenkleben. Mal sehen, was ihr alles in eurem Farbenbuch entdecken werdet?

Weitere Informationen
https://www.kreativekiste.de/das-wortlose-buch-mit-erklaerung

Alternative:
Statt die Geschichte nur vorzulesen, können die Eltern mit den Kindern während der Erzählung zu Beginn der jeweiligen Farbseiten anhalten und zuerst mit den Kindern darüber reden, was ihnen zu den einzelnen Farben einfällt.

15. Dezember: "Macht hoch die Tür"
Wissenswertes über die Entstehung des Liedes

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Adventsliedern und wurde auch in andere Sprachen übersetzt.

Der Königsberger Pfarrer Georg Weissel schrieb den Liedtext in Anlehnung an Psalm 24 im Jahre 1623 zur feierlichen Einweihung der neu errichteten Altroßgärter Kirche der Pregelstadt. Sie fand am 2. Sonntag im Advent statt.

Text von Vers 1 und 5:

1. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit; es kommt der Herr der Herrlichkeit,
ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Leben mit sich bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Rat.

5. Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist.
Ach zieh mit deiner Gnade ein; dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit.
Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr.

https://www.wikiwand.com/de/Macht_hoch_die_T%C3%BCr

16. Dezember: "Die Herbergssuche"
Wissenswertes über die Herbergssuche von Maria und Josef (Posadas)

In Südamerika wird am heutigen Tag an die Herbergssuche von Maria und Josef gedacht. Von heute an werden neun Tage lang die „Posadas“ veranstaltet. Die neun Tage erinnern dabei an die neun Monate von Marias Schwangerschaft. In den „Posadas“ wird die Herbergssuche von Maria und Josef in Singspielen dargestellt: Gruppen von befreundeten Familien sammeln sich, um singend an Haustüren zu anzuklopfen und um Herberger zu bitten, nach einigem Hin und Her werden sie dann eingelassen. Danach wird miteinander gefeiert und gegessen. Oft bis Mitternacht wird auf den Straßen getanzt und musiziert.

https://www.nph-kinderhilfe.org/news/newsdetail/die-posadas-ein-weihnachtsbrauch-bei-unsere-kleinen-brueder-und-schwestern-nicaragua

17. Dezember: "Der Bettler und der König"
Wissenwertes über den "Lazarus-Tag"

Der 17. Dezember ist auch der Lazarus-Tag. Von Lazarus wird in der Bibel im Lukasevangelium Kapitel 16, Verse 19-31 berichtet. Der Lazarus-Tag soll uns daran erinnern, dass die Armen und Kranken unsere Hilfe nötig haben. Darum gehen manche Menschen an diesem Tag zu den Kranken und Armen, um ihnen eine Freude zu machen.

Clip: https://www.youtube.com/watch?v=sF0HC5cRUwg
https://www.bibleserver.com/GNB/Lukas16

18. Dezember: "Stern über Bethlehem"
Wissenwertes über den Stern von Bethlehem

Durch eine dreimalige sehr enge Annäherung Jupiters an den Planeten Saturn entstand im Jahr 7 v. Chr. über einen Zeitraum von neun Monaten die hell-leuchtende Verbindung des „Königssterns“. Für die Menschen sah dies aus wie ein einziger großer Stern. Saturn galt als Planet der Juden, Jupiter als der Planet des Herrschafts- und Königtums. Diese enge Annäherung der Sterne (Konjunktion) fand im Sternzeichen der Fische statt. Von den Fischen sagt man, dass sie in besonderer Weise in Beziehung zum jüdischen Volk stehen.

Johannes Keppler hat zuerst diese Berechnungen der Sternenanordnungen gemacht. Später wurden diese Ereignisse von anderen Forschern bestätigt. Dass Jesus Christus im Jahr 7 vor unserer Zeitrechnung geboren ist, wissen wir auch aus den anderen Büchern und Überlieferungen außerhalb der Bibel. In diesen Büchern steht, dass im Jahr 7. v. Chr. Kaiser Augustus befohlen hat, dass eine Volkszählung durchgeführt werden sollte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stern_von_Betlehem

https://www.merkur.de/welt/jupiter-weihnachten-stern-von-bethlehem-saturn-himmel-planeten-phaenomen-dezember-2020-90125283.html

19. Dezember: "Ein Geschenk für Jesus"
Wissenwertes über das Lied: "Ihr Kinderlein kommet"

Der geistliche Schriftsteller Christoph von Schmid (1768–1854) war aus voller Überzeugung katholischer Pfarrer und hatte als begabter Pädagoge ein Herz für Kinder. Er schrieb rund 50 kleine Erzählungen in einer für Kinder verständlichen Sprache, um ihnen Gott in seinem guten Wesen zu beschreiben.
Ihr Kinderlein, kommet“ (ursprünglich: „Die Kinder bey der Krippe“) ist ursprünglich ein Weihnachtsgedicht von 1808/10, das mit der Zeit als Lied sehr berühmt geworden ist. 

Verse 1, 7 und 8:

1. Ihr Kinderlein, kommet, o kommet doch all! Zur Krippe her kommet in Betlehems Stall
und seht, was in dieser hochheiligen Nacht der Vater im Himmel für Freude uns macht!

7. Was geben wir Kinder, was schenken wir Dir, du Bestes und Liebstes der Kinder, dafür? Nichts willst Du von Schätzen und Freuden der Welt – ein Herz nur voll Unschuld allein Dir gefällt.

8. So nimm unsre Herzen zum Opfer denn hin; wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn – und mache sie heilig und selig wie Dein’s, und mach sie auf ewig mit Deinem nur Eins.

https://www.wikiwand.com/de/Ihr_Kinderlein,_kommet

20. Dezember: "Vom Himmel hoch"
Wissenswertes zum Lied "Vom Himmel hoch"

Martin Luther schuf zu allen christlichen Festen Lieder, insgesamt über dreißig an der Zahl. Eins der bekanntesten Lieder „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ entstand um 1533/34 in Wittenberg als Lied für die Weihnachtsbescherung innerhalb seiner Familie.

1539 hat Luther eine neue Melodie dazu komponiert, weil ihn viele kritisiert hatten, dass er die Melodie eines Straßenliedes für ein Weihnachtslied genommen hat. Der 20. Dezember 1552 ist übrigens der Todestag von Katharina von Bora, der Ehefrau von Martin Luther, also der Mutter von Hans.

Verse 1 bis 3 und 8 von 15:

1. Vom Himmel hoch, da komm ich her. Ich bring’ euch gute neue Mär,
Der guten Mär bring ich so viel, davon ich singn und sagen will.

2. Euch ist ein Kindlein heut’ geborn von einer Jungfrau auserkorn,
Ein Kindelein, so zart und fein, das soll eu’r Freud und Wonne sein.

3. Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Not,
Er will eu’r Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein.

8. Sei mir willkommen, edler Gast! Den Sünder nicht verschmähet hast
Und kommst ins Elend her zu mir, Wie soll ich immer danken dir?

https://www.wikiwand.com/de/Vom_Himmel_hoch,_da_komm_ich_her

21. Dezember: "Der Schülergottesdienst"
Wissenswertes über das Lied:
"Ich steh an deiner Krippen hier"

In seinem ursprünglich 15 Strophen umfassenden Text des Liedes „Ich steh an deiner Krippen hier“ (1653) schlägt der Pfarrer Paul Gerhardt, einer der bedeutendsten deutschsprachigen Kirchenliederdichter, sehr innige und persönliche Töne an.

Ausgangspunkt des Textes ist die Betrachtung des Kindes in der Krippe. Die Beziehung zwischen dem Betrachter und dem Kindlein in der Krippe wird in einer hochemotionalen und liebevoll gefärbten Sprache zum Ausdruck gebracht.

https://www.wikiwand.com/en/Ich_steh_an_deiner_Krippen_hier

22. Dezember: "Das vergessene Buch"
Wissenswertes zum Schenken

Die Tradition, sich an Weihnachten zu beschenken, lässt sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Im Mittelalter wurden die Kinder meist am Nikolaustag (6. Dezember) beschenkt.

Da die Protestanten die Heiligenverehrung abgelehnt haben, ersetzte wohl Martin Luther im 16. Jahrhundert den Nikolaus durch den „heiligen Christ“ (Jesus Christus) und verlegte die Beschenkung auf den 25. Dezember. Über die Jahre verselbständigte sich die Bezeichnung „Christkind“ und die Vorstellung als engelsgleiche Erscheinung.

23. Dezember: "Streit am Weihnachtsbaum"
Wissenwertes zum Weihnachtsbaum

Der Christbaum (früher auch Paradies- oder Lebensbaum) ist mehr als 500 Jahre alt. Mit seinem Grün als Symbol für neues Leben stand er der düsteren Winterzeit entgegen.

Bereits schon frühe Darstellungen des Weihnachtsgeschehens zeigen einen Baum bei der Krippe, zwar keinen Tannenbaum, sondern Palmen, die im Heiligen Land wachsen. Dies wurde von den Griechen und Römern in der Spätantike verstanden, denn Palmzweige galten als Siegeszeichen. So war die Palme ein Zeichen dafür, dass mit der Geburt Jesu Sieg und Frieden in die Welt gekommen ist.

24. Dezember: "Das erste Weihnachtsfest"
Wissenwertes über ""Heiligabend"

Heute ist Heiligabend. Dieser Tag hat auch noch einen zweiten Namen: Adam und Eva. Die beiden wurden aus dem Paradies vertrieben, weil sie Gott nicht gehorsam waren.

Durch Weihnachten, nämlich dass Gott in Jesus Mensch wurde, ist die Tür zu ihm als himmlischen Vater wieder aufgemacht. Durch Jesus können wir wieder zu Gott zurück kommen.

„Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.“ (Johannes 3, 16)

Buch-Verlosung

Dieses Vorlese-Buch von Cornelia Mack gibt es nur noch antiquarisch. Ein Buch kann man bei der Verlosung gewinnen.

Du kannst folgendes Buch gewinnen:

„Der Kinder-Adventskalender“ von Cornelia Mack

Nenne die Anzahl der Frauen und die Anzahl der Männer,
die eine Geschichte beim digitalen Adventskalender gelesen haben.

Antwort: _____ Frauen, _____ Männer.

Abgabeschluss:
Samstag, 26. Dezember 2020
an Diakon Jochen Baral,
EMAIL (bitte anklicken) oder 07135-9360584 (Anrufbeantworter).

Bitte Name, Vorname, Adresse, E-Mail oder Telefonnummer angeben.

Über eine finanzielle Unterstützung
der Produktion würden wir uns sehr freuen!

Bankverbindung:

Die Apis Bezirk Brackenheim
VBU Brackenheim
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Betreff: Digitaler Adventskalender

Gerne erhalten Sie eine Spendenbescheinigung.

24 Geschichten wurden aufgenommen, gelesen von verschiedenen Persönlichkeiten aus Brackenheim. Bürgermeister Thomas Csaszar - im Bild mit Diakon Jochen Baral - liest eine der Geschichten.
(Bild: Helga El-Kothany)

Presse-Text

Ratet mal, wer heute ins Wohnzimmer kommt!

Helga El-Kothany

Die Filmaufnahmen im adventlich geschmückten Filmstudio

Im „Caféle“ der Apis in der Brackenheimer Schloßstraße sieht es schon sehr adventlich aus. Tannenreisig und eine Kerze schmücken einen kleinen Beistelltisch. Beim Blick auf den Stern und das Christbäumchen macht sich Vorfreude auf Weihnachten breit.
Fenster, Fensterläden und Türen sind geschlossen. Weder Licht noch Lärm soll in den Raum dringen. Judith Conrad sitzt, von Scheinwerfern gut ausgeleuchtet, mit Blick auf die Videokamera in einem gemütlichen Sessel. „Kameramann“ Jochen Buddrick gibt noch einige Anweisungen. Los geht’s.
Frau Conrad liest eine Geschichte von Maria und Josef, der Reise nach Bethlehem und der Geburt Jesu vor. Stopp! Eine Kerze und ein Licht brennen nicht. Also noch einmal von vorne.

Die Idee vom digitalen Adventskalender

Dieses Jahr wird in der Adventszeit vieles ganz anders sein als sonst. Auf manch Liebgewonnenes muss verzichtet werden. Aber: Not macht bekanntlich erfinderisch.
So hatte Diakon Jochen Baral, Gemeinschaftspastor der Apis Brackenheim, Anfang November die Idee vom Digitalen Adventskalender, ergänzend zum lebendigen Adventskalender der evangelischen Kirchengemeinde Brackenheim, da man ja nicht wusste, was einen alles mit dem zweiten Lock-Down noch erwarten würde. In Absprache und Zusammenarbeit mit der Stadt Brackenheim und dem Teefachgeschäft „Atempause“ im Trendhaus starteten dann die Vorbereitungen und die Aufnahmen.
Dafür wurde die gute Stube des Gemeinschaftszentrums kurzerhand in ein Filmstudio verwandelt, wo mit 24 Persönlichkeiten aus Brackenheim, die eine etwa achtminütige Geschichte vorlesen, ein kleines Video produziert wird. „Wir wollen Advent und Weihnachten in die Wohnzimmer bringen“, erzählt Jochen Baral, der sich freut, dass er bereits viele Vorleser gefunden hat.
Jochen Buddrick hat mittlerweile das erste Video kontrolliert und festgestellt, dass die Vorleserin nicht so im Fokus ist, wie sie sein sollte. Also noch einmal alles auf Anfang!
Judith Conrad liest den Text auch beim dritten Durchlauf mit Begeisterung vor, und diesmal ist das Ergebnis perfekt.

Verschiedene Persönlichkeiten lesen die Geschichten

Bürgermeister Thomas Csaszar ist der nächste Vorleser. Auch er sucht sich eine der ihm vom Diakon zugedachten Geschichten aus, möglichst passend zu Amt oder Persönlichkeit. Mit der Aufnahme geht es nun zügig voran, sodass die Brackenheimer Dekanin, Dr. Brigitte Müller, nicht allzu lange im sonnigen Garten warten muss. Die Hygienevorschriften machen eben alles ein bisschen komplizierter.

Als Vorlage dient der "Kinder-Adventskalender"

Als Grundlage für die Videos hat Jochen Baral das inzwischen vergriffene Buch der Diplom-Sozialpädagogin Cornelia Mack aus Filderstadt gewählt, „Der Kinder-Adventskalender mit 24 Geschichten zum Lesen und Vorlesen“, sehr lebendige, kindgerechte Texte, die Jung und Alt ansprechen. „Es wäre schade, wenn man im Advent keine Geschichten hören würde“, so die Meinung des Diakons. In einer Zeit, in der viele Menschen Bedenken haben, aus dem Haus zu gehen, kommen die unterhaltsam-berührenden Geschichten nun zu ihnen ins Wohnzimmer.

Jeden Tag öffnet sich ein Türchen...

Ab dem 1. Dezember öffnet sich jeden Tag ein anderes digitales Türchen auf dem YouTube-Kanal der Stadt Brackenheim und auf brackenheim.die-apis.de bzw. auf YouTube.
Wann man die Videos anhört und anschaut, kann man sich selbst aussuchen. Und vielleicht regen sie an, in diesen stilleren Wochen über den Sinn von Weihnachten und Advent nachzudenken.